Angela Rohloff
Hundepsychologin ATN Schweiz, Hundeerzieherin
For a living together in harmony!
Canangi Dogschool - Hundeschule in Barcelona Spanien
 
by frantasiaWeb
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Legenden + Irrtümer

Es gibt leider immer noch viele Leute, die an diesen alten und überholten Legenden festhalten; sogar Leute, die mit Hunden arbeiten. Sie richten die Hunde mit unangemessenen Methoden ab (Stachelhalsbänder, Stromhalsbändern, Gewalt) und behandeln die Hunde vollkommen unangemessen.

Es ist an der Zeit, dass die aktuellen Kenntnisse, Fakten, Studienergebnisse und Beobachtungen der letzten Jahrzehnte bekannt werden und gerade bei Leuten, die mit Hunden arbeiten, zur Arbeitsgrundlage werden. Diese Kenntnisse beziehen sich u.a. auf

  • das Lernverhalten der Hunde
  • die Ergebnisse aus der Verhaltensbeobachtung von Wölfen, Wildhunden, Haushunden, verwilderten Haushunden und
  • was man davon auf die Erziehung und das Zusammenleben mit unseren Haushunden übertragen kann: wie eine Rangordnung funktioniert, wie ein Hund menschliches Verhalten, Gesten interpretiert etc.

Jede Hündin sollte einmal in ihrem Leben Junge bekommen

Problem vorprogrammiert, denn nicht jede Hündin ist geeignet. Es gibt z. B. Verhaltensauffällligkeiten (Angst, Aggressivität) oder gesundheitliche Probleme. Mit ihren Genen gibt die Hündin dies an die Jungen weiter. Es entstehen wiederum aggressive, ängstliche, kranke Tiere. Außerdem - was machen Sie mit den restlichen 10 Welpen, wo sie doch nur 3 erwartet haben und auch nur für 3 ein neues Zuhause haben?

In der Natur pflanzen sich nicht alle Tiere eines Rudels fort. Wölfe und Wildhunde leben in hierarchischen Familienverbänden, in denen sich nur die Alphatiere weitervermehren. Warum werden manche Alphas und andere nicht? Weil sie die besten Gene haben, um den Herausforderungen des Lebens zu trotzen. Sie sind mental stark und ausgeglichen, souverän, mutig und vorsichtig, selbstsicher. Sie sind weder unsicher, noch ängstlich, noch aggressiv. Sie geben ihre Gene weiter, weil man nur mit so einer Persönlichkeit in der Natur überleben kann. Das ist die natürliche Auslese.

Mein Rüde soll einmal decken

S.o.: Nicht jeder Rüde ist aufgrund seines Charakters, seines Aussehens, seines Gesundheitszustandes als Deckrüde geeignet.

Hunde, die bellen, beißen nicht

Falsch. Es gibt viele Arten zu bellen, mit unterschiedlichsten Bedeutungen. Bellen heißt in erster Linie – Alarm – etwas stimmt nicht. Das Rudel wird zusammengerufen.

Eine unbekannte Person anzubellen kann heißen: Komm mir nicht zu nah! Du näherst dich meinem Territorium, respektiere meine Individualdistanz! Ursache des Anbellens kann auch Angst sein. Wenn jetzt die Person die Ansage des Hundes ignoriert, sich nähert und der Hund keine Rückzugsmöglichkeit hat, kann er beißen. Er hatte vorher gewarnt!

Ein wedelnder Hund ist freundlich gestimmt

Es gibt viele Arten mit dem Schwanz zu wedeln und genauso viele Bedeutungen (man muss immer auch die Körpersprache als Ganzes betrachten). Grundsätzlich drückt Wedeln Erregung aus. Ein Terrier, der wedelnd vor einem Mauseloch steht, wird die Maus nicht freundlich begrüßen.

Ein Hund muss sich freuen, wenn er andere Hunde trifft

Wölfe, Wildhunde oder verwilderte Hunde freuen sich nicht, wenn sie auf einen fremden Artgenossen treffen. Im Gegenteil: Es bedeutet Konkurrenz für Futter, Weibchen, Territorium. Daher verteidigen sie, was ihnen gehört. Von unseren Hunden aber erwarten wir, dass sie von Natur aus jedem fremden Artgenossen freundlich begegnen. Machen wir das mit all unseren Mitmenschen?

"Der will ja nur spielen!" Mal abgesehen davon, dass sehr wenige erwachsene Hunde zu einem anderen fremden Hund kommen um mit ihm zu spielen, hat jeder Hund ein Recht auf seine Individualdistanz sowie auf seine Befindlichkeiten und Ängste. Und es gibt viele Hunde, die Angst vor Artgenossen haben oder einfach in Ruhe gelassen werden wollen. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf andere Hunde und ihre Besitzer!

Wird ein Hund angeleint geführt oder an die Leine genommen, wenn ein anderer Hund auftaucht, dann hat das schon einen Grund (ängstlicher Hund, aggressiver Hund, kranker Hund, läufige Hündin, etc., etc. etc.). Und denken Sie bitte daran, auch wenn Ihr Hund „nur spielen will“, der andere hat das Recht nicht spielen zu wollen!

Erwachsene Hunde tun einem Welpen nichts - Welpenschutz

Falsch. In der Natur besteht Welpenschutz nur innerhalb des eigenen Rudels. Fremde Welpen werden getötet.

Auch tötet die Alpha-Wölfin häufig die Welpen einer rangniedrigeren Wölfin, falls diese trotz aller Widrigkeiten, die ihr die Alphawölfin in den Weg gelegt hat, Welpen bekommen hat.

Ein Hund ist ein Welpe, obwohl er älter als 5 Monate ist

Falsch. Zwischen dem 4. und 5. Monat hört die Welpenphase auf. Großwüchsige Hunde brauchen etwas länger als kleinwüchsige. Es ist die Zeit, wenn die Mutterhündin/-wölfin aufhört, sich weiterhin als Mutter zu benehmen. Ab dem 6. Monat sind es Junghunde, die kurz vor der Pubertät stehen. Kleinwüchsige Hunde beginnen mit der Pubertät um den 6. Monat, großwüchsige Hunde um den 8. Monat (die Hündin wird zum 1. Mal läufig, der Rüde fängt an sein Bein zum Urinieren zu heben.)

Man kann mit der Erziehung von Hunden nicht vor dem 8. Monat beginnen

Total verkehrt. Die Erziehung beginnt am ersten Tag, an dem der Hund in unser Leben tritt. Erziehung heißt, den Hund auf ein Zusammenleben mit uns sowie mit der Gesellschaft vorzubereiten. Er muss die Regeln für das Zusammenleben kennen lernen. Er muss wissen, was wir von ihm erwarten, was erlaubt ist, was verboten. Wenn man erst mit 8 Monaten mit der Erziehung beginnt, fängt man just zu einem Zeitpunkt an, an dem die Hormone der Pubertät unseren Hund rebellischer machen. (Genauso wie bei Menschenkindern).

Hunde, die älter als 2 oder 3 Jahre sind, können nichts mehr lernen

Jain. Es gibt 2 Formen des Lernens: Eine ist das soziale Lernen, die Sozialisation, die bis zum Ende der Welpenzeit stattgefunden haben muss. In dieser Phase sind die Jungen sehr aufnahmefähig. Ein einziges Erlebnis, positiv oder negativ, kann das Verhalten des erwachsenen Hundes sein ganzes Leben lang bestimmen. In dieser Phase entwickeln sich Ängste, es überwiegt aber noch Neugier. Diese müssen wir nutzen um unseren Welpen auf sein zukünftiges Leben, sein soziales Umfeld vorzubereiten, indem wir ihn viele positive Erfahrungen mit einer Vielzahl von angsteinflößenden Umweltreizen machen lassen.

Das andere Lernen – Lernen von Befehlen, Tricks, Übungen jeglicher Art, Verhaltensweisen wie z.B. Apportieren – ist ein Leben lang möglich. Was man allerdings beobachten kann, ist, dass Hunde, die als Welpen kopfmäßig gefördert wurden, eine leichtere Auffassungsgabe haben um neue Dinge zu lernen (wie beim Menschen auch).

Kleine Hunde braucht man nicht zu erziehen

Falsch. Genau daher kommen die ganzen Probleme, die die Besitzer von Kleinhunden beim Zusammenleben mit ihren Zwergen haben. Ein kleiner Hund stammt genauso wie ein großer Hund vom Wolf ab, benimmt sich und denkt wie ein Canide. Auch er muss Regeln und Normen lernen und Einschränkungen in seinem Leben akzeptieren.

Befehle muss man im Militärton geben

Blödsinn. Meine Stimme, der Ton, die Lautstärke haben viel Macht, wenn ich sie adäquat einsetze. Gibt man einem Hund die Befehle mit leiser Stimme, fast flüsternd, sieht der Hund sich gezwungen genau hinzuhören. Er konzentriert sich mehr auf mich und auf das, was ich sage. Versuchen Sie es mal. Es ist der gleiche Effekt, den ich bei Menschen erziele.

Wenn Sie loben, sollte Ihre Stimme fröhlich, freundlich, hell sein. Ihre Stimme muss Freude und/oder Stolz übermitteln.

Die einzige Situation, in der man sich mit strenger, lauter Stimme und aggressivem Ton an den Hund wendet, ist wenn man unerwünschtes Verhalten abbrechen will.

Hunde konzentrieren sich viel mehr auf die Stimme, den Tonfall als auf das Wort. Wenn Sie Ihre Stimme auf die o.g. Weise anwenden und variieren, weiß ein Hund wirklich, dass ein NEIN ernst gemeint ist. Rede ich immer im Militärton mit meinem Hund, klingt ein normaler Befehl wie ein Abbruchsignal NEIN. Ich verschwende somit die Macht meiner Stimme.

Mit Stachel- oder Würgehalsbändern lernt ein Hund, nicht an der Leine zu ziehen

Falsch. Sie fügen dem Hund Schmerzen zu und lernen tut er nichts. Sein ganzes Leben lang wird er mit so einem Halsband rumlaufen ohne zu verstehen, was wir wollen.

Bei Hunden mit Leinenaggression können diese Halsbänder außerdem das Problem verschlimmern: Jedesmal wenn Hund einen anderen Hund sieht und nach vorne geht, verschlimmert sich der Schmerz. Die Gefahr besteht, dass er irgendwann den Anblick eines fremden Artgenossen mit mehr Schmerzen assoziiert und noch schneller aggressiv reagiert.

Man sieht Hunden ihr schlechtes Gewissen an, wenn sie etwas angestellt haben

Falsch. Ein Hund, der z.B. regelmäßig ausgeschimpft wird, wenn sein Halter nach Hause kommt, weil dieser dann ein Geschäftchen gefunden hat oder irgendetwas, was Hund kaputt gemacht hat, hat gelernt, dass sein Mensch immer bei der Rückkehr ihm gegenüber aggressiv ist. Der Hund sieht, hört, riecht, dass sein Mensch verärgert ist: laute, aggressive Stimme, wütende Mimik und Gestik, drohende Körperhaltung, erhöhter Adrenalinspiegel. Das arme Tier greift nun zu den Mitteln, die einem Hund zur Verfügung stehen um sein Gegenüber zu besänftigen (er zeigt Demut): eingekniffener Schwanz, geduckte Körperhaltung, Blickvermeidung, abgewendeter Kopf, vielleicht versteckt es sich auch, vielleicht verliert es Pipi, vielleicht schmeißt es sich auf den Rücken und zeigt seinen Bauch. Und sein Mensch, anstatt nachzudenken und zu verstehen, dass ein Hund nur Hündisch spricht, interpretiert dieses Besänftigungsverhalten als schlechtes Gewissen: Hund fühlt sich offensichtlich schuldig. Außerdem tut er all diese bösen Dinge aus Rachsucht nur um uns zu ärgern, obwohl wir ihn schon hundertmal bestraft haben.

Leider haben wir ihn immer Stunden nach seinem Tun bestraft.

Ein Hund sieht, hört, riecht, fühlt, dass wir verärgert sind, aber er weiß nicht, warum, wenn wir ihn nicht inflagranti erwischen.

Wenn ich den Hund an den Ort der Missetat führe, versteht schon er, was ich von ihm will

Falsch. Siehe oben. Hunde (sowie auch andere Tiere) verbinden eine negative oder positive Konsequenz nur mit ihrem aktuellen Tun, wenn nicht mehr als 2 Sekunden vergangen sind. Daher muss ich meinen Hund auf frischer Tat ertappen, wenn ich ihm ein Verhalten abgewöhnen möchte. Der beste Zeitpunkt ist sogar, wenn er gerade dabei ist, etwas zu tun.

Man kann einen Hund auch noch Stunden nach seiner "Tat" bestrafen

Nein. Siehe oben. Ein Hund verbindet eine Strafe (oder auch ein Lob) nur innerhalb von maximal 2 Sekunden nach seiner Handlung, also inflagranti.

Um einen Hund stubenrein zu bekommen, steckt man seine Nase in seine "Geschäftchen"

Fatal. Das Einzige, was ich damit erreiche, ist, dass mein Hund sein Vertrauen in mich verliert. Wenn man weiß, wie Hunde lernen (s.o.), wird mein Hund auf diese Art und Weise nie verstehen, was ich von ihm will.

Ich reinige es und ab jetzt bin ich einfach aufmerksamer um ihn beim nächsten Mal inflagranti zu erwischen.

Bestrafung des Hundes durch Nackenschütteln

Falsch. Das ist keine hündische Zurechtweisung. Den Nackenschüttler benutzen Caniden nur um kleine Beutetiere zu töten.

Bestrafung des Hundes durch Ohrendrehen

Fatal. Das Ohr ist sehr empfindlich. Man kann großen Schaden anrichten. Für Hunde unverständlich.

Man soll einen Hund nicht mit der Hand schlagen, sondern mit einer zusammengerollten Zeitung

Das ist keine artgerechte Bestrafungsmethode. Außerdem ist der Hund nicht blöd und kann sehr wohl die Zeitung mit der Hand des Besitzers assoziieren. Hündische Bestrafungsmethoden sind u.a. der Schnauzbiss, ein Stoß mit der Schnauze, Umwerfen, u.a. Vorher wird aber gewarnt: Starren, Steifwerden, Knurren, Zähne zeigen. Das können wir recht gut immitieren und uns so unserem Hund verständlich machen.

Ein Hund versteht jedes Wort

Falsch. Ein normaler Hund kann im Laufe seines Lebens die Bedeutung von ungefähr 50 Wörtern lernen. Wenn ich aber in ganzen Sätzen auf meinen Hund einrede, dann konzentriert er sich auf die Stimme, den Ton, meine Körpersprache. Er kann ganze Sätze oder Satztiraden nicht in einzelne bekannte oder unbekannte Wörter zerlegen um dann zu verstehen, was wir von ihm wollen. Daher sollte ich mich, wenn ich mich verständlich machen will, auf klare Befehle beschränken und den Hund nicht zulabern.

Wenn ich mehrere Hunde habe, behandle ich alle gleich

Okay, wenn ich als Mensch Führungsqualitäten habe und von meinen Hunden als Chef akzeptiert werde. Bevorzugt wird situativ, d.h., wer sich in der jeweiligen Situation gewünscht verhält; bei einem Hunderudel sollte es ruhiges Verhalten sein.

Werde ich von meinen Hunden aber nicht als Chef betrachtet, dann sollte ich zunächst mal die Hunde beobachten um herauszufinden, wer der Chef unter ihnen ist. Der sollte dann bevorzugt behandelt werden.

Nach und nach sollte ich aber an meinen Führungsqualitäten arbeiten, denn sonst sind auf lange Sicht Probleme unter den Hunden abzusehen; auch mir gegenüber.

Hunde und Katzen hassen sich

Falsch. Hunde sind Jäger. Daher verfolgen sie Beute, die vor ihnen davonläuft, was Katzen häufig tun. Leben sie aber gemeinsam im gleichen Haushalt, lernen sie gegenseitig ihre Sprache und können sehr dicke Freunde werden. Am besten geht das, wenn sie von klein auf zusammenleben.

Ein Hund muss immer alles abgeben, was er in der Schnauze hat

Er sollte seinem Menschen alles abgeben, aber das ist ein Lernprozess. In seinem Denkschema ist zunächst einmal verankert, das alles, was er im Maul hat, seins ist. Vom Charakter abhängig ist, ob er es auch verteidigen wird. Jedem Hund sind andere Ressourcen wichtig. Gibt er Dinge nicht freiwillig aus, dann muss man ihm Schritt für Schritt zeigen, dass er uns vertrauen kann. Indem ich mit ihm tausche, lernt er, dass es sich lohnt etwas abzugeben.

Ich kann meinen Hund in angstmachenden Situationen beruhigen, wenn ich leise auf ihn einrede, ihn streichele etc.

Falsch. Der Hund wird diese angenehmen Aufmerksamkeiten als Bestätigung für sein ängstliches Verhalten ansehen. Vielleicht wirkt es im Moment, aber langfristig verstärke ich die Angst.

Mein Kind möchte einen Hund; daher ist mein Kind auch für den Hund zuständig (Gassi gehen, füttern, etc.)

Bitte kaufen Sie niemals einen Hund für Ihr Kind oder weil Ihr Kind unbedingt einen Hund will. Alle Verantwortung für die Gesundheit des Hundes, seine Ernährung, seine Erziehung, die Spaziergänge, die Befriedigung seiner Grundbedürfnisse ist die Pflicht der Erwachsenen. Ein Hund, so klein er auch sein mag (Yorkshire Terrier, Malteser sind sehr beliebt) ist ein Lebewesen und kein Spielzeug. Hunde denken in Hierarchien. Sie werden, sobald sie erwachsen sind oder auch schon wenn sie in die Pubertät kommen, ein Kind nicht als übergeordnet (Chef) anerkennen. Solange der Hund ein Welpe ist, sind die Kinder für ihn Wurfgeschwister, Spielkameraden. Aber mit 6-8 Monaten, wenn die Pubertät beginnt (gleichzusetzen einem 12-14jährigen Teenager), ist der Hund bereits älter als die Kinder. In seinem ersten Lebensjahr entwickelt sich ein Hund vom Baby zum Teenager! Daher können die Erwachsenen sich nicht damit herausreden, dass der Hund dem Kind gehöre.

Jeder Hund muss sich von fremden Menschen anfassen lassen

NEIN! Kein kleiner Hund, kein großer Hund muss sich von jedem anfassen lassen. Würden Sie es mögen, wenn jeder Fremde Sie ungefragt anfassen würde?

Hunde mögen es, zum Lob oder zur Begrüßung auf den Kopf geklopft zu werden

Blödsinn! Versuchen Sie es mal bei sich selbst oder einer anderen Person. Angenehm ist anders.

Zudem sind in der Hundesprache alle von oben kommenden Gesten Ausdruck von Dominanz, Bedrohung, Provokation. Ein sozial unsicherer Hund könnte diese Geste falsch verstehen.

Ein Hund braucht keine Spaziergänge, wenn er einen großen Garten hat

Falsch. Was für ein langweiliges Leben. Den Garten kennt er nach kurzer Zeit in- und auswendig. Zum Glücklichsein braucht er olfaktorische, visuelle, taktile und akustische Reize. Es ist wahrscheinlich, dass er sich aus lauter Langeweile und Frust selbst Beschäftigungen sucht, die wahrscheinlich nicht unseren Gefallen finden: Buddeln, Bellen, Ausbrechen etc.

 
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